Bodenprobenuntersuchung im Salzburger Lagerhaus

Weshalb sollten Sie eine Bodenprobenuntersuchung in Ihrem Garten durchführen?
Eine Düngung kann damit optimal auf die Bedürfnisse der Pflanzen und die Bodenverhältnisse angepasst werden. So erhalten Sie kräftige und gesunde Pflanzen und erzielen höhere Ernteerträge!

Wie oft sollten Sie eine Bodenproben Untersuchung durchführen?
Ca. alle 3 – 4 Jahre.

Was wird untersucht?

  • pH-Wert (Kalkbedarf)
  • Phosphatgehalt
  • Kaliumgehalt
  • Magnesiumgehalt

Analyse und Auswertung nach wissenschaftlich anerkannter Methode (LUFA).

Wie funktioniert die Probennahme?
Die für die Untersuchung des Bodens benötigte Probe können Sie selbst entnehmen. Eine sorgfältige Probenahme ist für Richtigkeit der Analyseergebnisse ausschlaggebend, daher sollten Sie die folgenden Hinweise unbedingt beachten:

  • Die letzte Düngung muss mindestens vier Wochen zurückliegen.
  • Zwischen Düngung und Probenahme muss es geregnet haben.
  • Der Boden muss abgetrocknet sein, Proben aus schmierigen Böden führen zu falschen Untersuchungsergebnissen.
  • In der jeweiligen Kultur an mindestens 10 verschiedenen Stellen ca. 30 cm tief mit dem Spaten einstechen. Einstichstelle öffnen und entlang der Einstichwand von unten nach oben mit Hilfe eines Löffels eine Probe entnehmen.
  • Die Proben aus den verschiedenen Entnahmestellen in einem Eimer sammeln und sorgfältig mischen.
  • Vor dem Versand sollte die Erdprobe etwa 8 Tage bei Raumtemperatur (auf Zeitungspapier) getrocknet und größere Steine ausgelesen werden.
  • Von der getrockneten Probe werden ca. 400 g in den beigefügten Beutel gefüllt und an das Bodenlabor der Fa. Oestreich GmbH, Zeppelinstr. 11A, 64625 Bensheim geschickt, ein adressiertes Kuvert liegt bei.

Welche Berreiche können mit der Bodenprobe untersucht werden?
Pro Probe kann ein Bereich im Garten untersucht werden. Z.B. wie sieht der Boden bei Ihren Beerensträuchern aus, wenn Sie des weiteren noch wissen möchten wie es den Obstbäumen geht, dann benötigen Sie eine weitere Probe. Untersuchungsbereiche: z.B. Gehölze, Gemüse, Obstbäume, Rasen, Beerenobst, …

Wann erhalten Sie das Ergebnis der Probe?
Nach ca. 20 Arbeitstagen wird das Ergebnis per E-Mail zu gesendet.

 

Musterbeleg einer Bodenprobe inkl. Erklärungen

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1)* Gehaltsstufe
Die Gehaltsstufe oder Versorgungsstufe gibt den aktuellen Düngergehalt der Probe an.
Folgende Informationen gibt diese wieder:
A = sehr niedrig
B = niedrig
C = ausreichend (erstrebter / optimal Ergebnis)
D = hoch
E = sehr hoch

2)* Bodenart
Die Bodenart wird anhand von Körnung und Humusgehalt beurteilt.
Eingeteilt werden Bodenarten in:
L = leicht (Ton < 15 %)
M = mittel (Ton 15 - 25 %)
S = schwer (Ton > 25 %)

Was bedeutet diese Einteilung etwas mehr im Detail und welche Informationen gibt mir das für die Düngung und Pflege? 
L = leicht oder Sandboden
Eigenschaften: leicht, wasserdurchlässig, trocknet schnell aus, erwärmt sich schnell, schlechte Wasser und Nährstoffspeicherung
M = mittel oder Lehmboden
Eigenschaften: idealer Gartenboden, besteht etwa zu gleichen Teilen aus Sand, Schluff und Ton, gute Wasser und Nährstoffspeicherung
S = schwerer oder Tonboden
Eigenschaften: schwer, guter Wasser und Nährstoffspeicher, leicht verdichtet, Gefahr von Staunässe

3)* Düngerbedarf – Reinnährstoff berechnen
Wie berechne ich meinen Düngerbedarf und worauf ist dabei zu achten?

Die am meisten verwendeten Düngemittel sind so genannte „Mehrnährstoffdünger“, das heißt dieser Dünger beinhaltet mehrere Nährstoffe für Pflanzen. Die Berechnung der richtigen Düngermenge richtet sich nach der Nährstoffempfehlung für den Stickstoff (N) oder nach dem Nährstoff, der benötigt wird anhand des Ergebnisses aus dem Befund. Die Informationen zum Inhalt, können immer auf der Verpackung nachgelesen werden, z.B. NPK(MgO)-Dünger 14+7+17 (+2).

Beispiel:
Eine Bodenprobe wurde eingereicht, die Analyse ergibt das z.B. 22 g Kalium (K) auf die Fläche ausgebracht werde sollen. Ausgewählt wurde ein Dünger mit folgendem Inhalt:
Mehrnährstoffdünger/NPK(MgO) 14+7+30 (+2) [Stickstoff/Phosphat/Kalium/Magnesium]
1. Schätzung od. Messung der Fläche die gedüngt werden soll, z.B. 50 m²
2. Auswahl des Düngers, z.B. mit 30 % K-Gehalt (Kalium)
3. Berechnung der Düngermenge:
Düngermenge (g) = 100 x Stickstoff (n)-Nährstoffempfehlung (g/m²) / Nährstoff des Düngers (%)
Düngermenge (g) = 100 x 22 / 30 = 73 g / m²
4. Berechnung der benötigten gesamt Menge für die Fläche:
73 g x 50 = 3650 g = 3,65 kg 

Bei einer Kalium (K)-Nährstoffempfehlung von 22 g / m² sollten 3,65 kg Dünger auf eine Fläche von 50m² ausgebracht werden.

ACHTUNG: Bei Verwendung eines Mehrnährstoffdüngers zur Abdeckung einzelner Nährstoffe muss ich immer alle anderen Nährstoffe beachten, insbesondere den Stickstoff.

4)* Nährstoff Information
A: pH-Wert
gibt den Säuregehalt des Bodens an, bei zu hohen Werten minimiert er die Nährstoffaufnahme und bei zu niedrigen werten ist auch keine optimale Aufnahme gegeben. Kalk hebt den pH-Wert.
Dünger - Beispiele:
BIO Rasen + Gartenkalk 10 kg (Art.Nr.: 93899)
Kalkkorn+MG Gran. 2-6 25 kg [BIO tauglich] (Art.Nr.: 82743)

B: Phosphat
ist für das Wurzelwachstum wichtig! Bei Mangel verlangsamt das Wurzelwachstum und bei Überschuss verkürzt die Wachstumsperiode. Einen reinen Phosphat Dünger, im Haus + Garten Dünger Sortiment haben wir nicht im Sortiment. Folgende Dünger haben aber mehr Phosphat und können verwendet werden:
Dünger - Beispiele:
BIO Naturdünger mit Guano 3 kg (Art.Nr.: 14742)
Animalin 1 / 5 / 10,5 / 20 kg (z.B. Art.Nr.: 38294)
Hyperkorn 26% Gran. 50 kg [BIO tauglich – wirkt bis pH-Wert 6] (Art.Nr.: 19738)
Superphosphat 18% +12S Gran. 50 kg [NICHT BIO tauglich – wirkt ab pH-Wert 6] (Art.Nr.: 10038)

C: Kalium
ist für die Blütenbildung, Geschmack, Fruchtreife und Photosynthese wichtig. Kaliummangel zeigt sich z.B. durch kümmerlichen Wuchs, verfärbte, fleckige, eingerollte Blätter.
Dünger - Beispiele:
Patentkali-Kalimagnesia 5 kg [BIO] (Art.Nr.: 96641)
Patentkali 30 % Gran. 25 kg [BIO tauglich] (Art.Nr.: 89966)

D: Magnesium
ist wichtig für die Fotosynthese! Fehlendes Magnesium zeigt sich in einer Abnahme der Fotosynthese und einer darauf folgenden Gelbfärbung des Blattes, wobei die Blattadern zunächst grün bleiben (Chlorose).
Dünger - Beispiele:
Bittersalz 5 kg (Art.Nr.: 10409)
Bittersalz 16% MGO EPSOTOP 25 kg [BIO tauglich] (Art.Nr.: 19163)

Zusatz – Information:
Bodenhilfsstoffe
verbessern die Struktur des Bodens, aktivieren Bodenleben, helfen zur Bodensanierung bzw. bei übersäuertem Boden.
Dünger - Beispiele:
Bio Urgesteinsmehl 10 kg (Art.Nr.: 93824)
Urgesteinsmehl BIOLIT F+ 20 kg (Art.Nr.: 97911)

Achtung:
Dünger für die Landwirtschaftliche Nutzung müssen immer anhand des Betriebsmittel Katalogs geprüft werden, betreffend der zulässigen Verwendung! Herstellerangaben zur Verwendung des Düngers müssen gelesen und eingehalten werden. Die Abgabe der Düngemittel erfolgt in fertigen Gebinden.