Logistik & Fuhrpark

Der Puls des Salzburger Lagerhauses

Der Puls des Salzburger Lagerhauses

Ein ausgeklügeltes Lager- und Liefersystem gewährleistet die konstante Warenverfügbarkeit in den Standorten und für Gewerbebetriebe. Diese Mammutaufgabe bewältigen die Teams von Roland de Greef, Logistikleiter des Zentrallagers in Bergheim, sowie von Herbert Stummvoll, Leiter des Lagerhaus-Fuhrparks. (Foto: Martin Baier: Lagerhaus-LKW-Fahrer aus Leidenschaft)

Zahlen zum Staunen

Zahlen zum Staunen Impression #1

Zentrallager Bergheim

  • Fläche: ca. 25.000 m²
  • Auftragsvolumen in Spitzenzeiten: ca. 90 Aufträge, das bedeutet täglich bis zu 5.000 Auftragspositionen
  • 5 Bürokräfte, 32 Kommissionierer und Lagerarbeiter
  • durch die Hände so manchen Mitarbeiters gehen in einem Jahr bis zu drei Millionen Kilo an Ware

Bild: Logistikleiter Roland de Greef (2. v. r.), mit 4 Mitarbeitern - Naser Behramaj, Senid Memic, Josef Kugler (Hochregal-Einlagerer, am Stapler) und Sevko Alic (v. l. n. r.)

Zahlen zum Staunen

Zahlen zum Staunen Impression #1

Lagerhaus-Fuhrpark

  • 42 Lkw, 44 Mitarbeiter und 8 Disponenten
  • 5 Standorte in ganz Salzburg
  • 2020 wurden 2,9 Mio. Kilometer gefahren, 37.000 Tonnen Kraftfutter, 17.000 Tonnen Pellets, 27 Mio. Liter Treibstoffe und 250.000 Paletten ausgeliefert
  • die Einsatzzeit der Lkw-Fahrer belief sich auf 91.000 Stunden
  • 15 Kran-, 8 Planen-, 3 Pellets- und 7 Silo-Lkw, ein Pritschenwagen, ein Maschinentransporter sowie 7 Tankwagen bringen die Waren sicher an ihren Bestimmungsort

Bild: Fuhrparkleiter Herbert Stummvoll (1. v. r.) mit vier Mitarbeitern seines 52-köpfigen Teams: Robert Feldbacher, Stefan Giglmayr, Josef Kaiser und Josef Ebner (v. l. n. r.).

Für alle, die es genau wissen wollen!

Das Zentrallager in Bergheim wurde 1998 in Betrieb genommen und über die Jahre immer wieder erweitert. Hier lagern, je nach Saison, rund 12.000 verschiedene Waren für Haus und Garten, Baustoffe, Brennstoffe, Lebensmittel und Getränke und vieles mehr. Bis 2023 ist ein kompletter Neubau geplant. Technisch ist man bereits jetzt mit einem modernen Lagerverwaltungssystem bestens ausgerüstet, mit dem international gearbeitet werden kann. Von Bergheim aus werden Lagerhäuser in Salzburg, Tirol, Bayern, ein Standort in Südtirol sowie Kunden und Baustellen beliefert. Auch die Kun-den profitieren von dem effizient organisierten und modernen Zentrallager: Geringere Lager- und Standortkosten schlagen sich in der Preisgestaltung nieder, mittels hoher Warenverfügbarkeit werden Lieferengpässe vermieden. Durch die günstige Lage in Bergheim sowie den eigenen Fuhrpark sind die Transportkosten niedrig und die Transportwege kurz – ein zusätzlicher Bonus für die Umwelt.

Langjährige Mitarbeiter

Logistikleiter Roland de Greef kann auf die Erfahrung seiner Mitarbeitenden zählen: Etwa die Hälfte seiner Belegschaft ist schon zwischen 15 und über vierzig Jahren im Betrieb. Zu Spitzenzeiten sind die Mitarbeiter bis zu zehn Stunden im Einsatz. Sie kommissionieren täglich Tausende Kilos – eine enorme körperliche Leistung.

Von wegen Homeoffice

Die Lockdowns waren für das Zentrallager, zumal es zur systemerhaltenden Infrastruktur gezählt wird, besonders schwierig, denn Homeoffice ist natürlich nicht möglich. Dank des hervorragenden Teamgeists wurde diese Herausforderung erfolgreich gemeistert und die Nahversorgung der Bevölkerung gesichert – de Greef ist voll des Lobes für seine Mitarbeiter. Zusammenhalt und gegenseitige Wertschätzung werden bei ihm großgeschrieben: „Respekt ist für mich das Wichtigste im Umgang miteinander, aber auch zwischen unseren Kunden und Lieferanten. Die tägliche Belastung ist hoch, und da brauchen wir Mitarbeiter, die einander respektvoll begegnen.“  

Ein Quereinsteiger

Der gebürtige Holländer leitet seit 2015 das Zentrallager. Er absolvierte die Fachhochschule für Wirtschaft in Eindhoven und war 28 Jahre bei der niederländischen Luftwaffe als Logistiker im Einsatz. Davon war er die letzten vier Jahre bei der NATO in Heidelberg stationiert, bevor er der Liebe wegen ins grenznahe Bayern zog und beim Raiffeisenverband startete. Er setzt sich sehr für die Weiterentwicklung seiner Mitarbeiter ein und legt großen Wert auf ein gutes Betriebsklima. Wer gerne Teil seines Teams werden möchte, sollte körperlich fit sein und über grundlegende  EDV-Kenntnisse verfügen. Wünschenswert ist ein Staplerschein; sollte man diesen noch nicht besitzen, bietet der Raiffeisenverband hier eine Übernahme der Ausbildungskosten an.

Immer auf Achse(n)

Effizientes Flottenmanagement ist für eine reibungslose Versorgung unerlässlich: Eingehende Bestellungen werden im Lagerhaus- Fuhrpark gesammelt, in der Logistik kommissioniert, von den Disponenten auf den vorgesehenen Lkw nach entsprechender Tourenplanung zugeordnet und schließlich von den Fahrern an die Endkunden ausgeliefert. 52 Mitarbeiter sorgen im Fuhrpark dafür, dass die Waren in den Lagerhäusern verfügbar sind und Baustellen sowie Kunden mit Material versorgt werden. Das Einsatzgebiet umfasst ganz Österreich, Deutschland und ein Lagerhaus in Südtirol. Wie auch in der Logistik werden hier unglaubliche Warenmengen bewegt und unzählige Kilometer zurückgelegt.

Top ausgestattet  

Auch hier setzt das Lagerhaus auf Digitalisierung und baut diese zur Unterstützung seiner Mitarbeitenden immer weiter aus. „Demnächst statten wir unsere Fahrzeuge mit modernen Tablet-Lösungen aus, um unseren Fahrern die  Aufträge noch schneller und direkt zukommen lassen zu  können.“ Jedes Fahrzeug verfügt über ein GPS-Programm, das den Disponenten einen Überblick über die Einsatzorte der Fahrer gibt und darüber, wann diese wieder für den nächsten Auftrag verfügbar sind. Um auch für andere Verkehrsteilnehmer größtmögliche Sicherheit zu schaffen, wurden im letzten Jahr alle neuen Lkw mit einem Abbiegeassistenten aufgerüstet. Der Fuhrpark wird stets am neuesten Stand der Technik gehalten und regelmäßig gewartet, um geltende Abgasnormen einzuhalten. Alle Fahrzeuge sind außerdem mit spritsparenden Reifen ausgestattet.  

Krisenfestes Teamwork  

Fuhrparkleiter Herbert Stummvoll ist stolz auf sein Team, vor allem auch auf dessen Durchhaltevermögen im Corona-Lockdown: „Dank des engagierten Einsatzes aller Mitarbeiter hat es wunderbar funktioniert. Lebensnotwendige Materialien wie Futtermittel, Treib- und Brennstoffe oder auch Lebensmittel mussten ja weiterhin geliefert werden. Das gesamte Fuhrparkpersonal hat die sehr fordernde Corona-Zeit mit Disziplin, Ruhe und Gelassenheit bewältigt – dafür sind wir sehr dankbar!“ Auch hier kann der Leiter auf ein bewährtes und langjähriges Team setzen: Durchschnittlich halten die Mitarbeiter 25 Jahre dem Betrieb die Treue, der dienstälteste Mitarbeiter ist bereits seit 43 Jahren mit dabei.

Abwechslung und gute Karriereaussichten

Herbert Stummvoll ist selbst das beste Beispiel für eine erfolgreiche Karriere beim Lagerhaus: Er hat selbst vor zwölf Jahren als Lkw-Fahrer angefangen, sich vom Zweiachser bis zum Hängerzug „hochgefahren“, danach ist er ins Büro gewechselt. Als sich 2014 die Möglichkeit auftat, Fuhrparkleiter zu werden, absolvierte er erfolgreich die Frächterprüfung und übernahm danach als gewerberechtlicher Geschäftsführer die Leitung dieses Bereichs. Für ihn zählen ein respektvoller Umgang mit anderen und Freude an der Arbeit zu den wichtigsten Einstellungskriterien. Wer seinen Traum, Berufskraftfahrer zu werden, verwirklichen möchte, sollte technisches Verständnis, Verantwortungsbewusstsein und eine solide körperliche Kondition mitbringen. Im Lagerhaus- Fuhrpark gibt es dank der großen Fahrzeugpalette vielfältige Möglichkeiten: Je nach Wunsch kann immer wieder auf einen anderen Lkw-Typ gewechselt werden.